Häufige Fragen zu Agentic Commerce
Ein KI-Assistent reagiert auf Anweisungen, während ein KI-Agent nach einem Auftrag selbstständig ein Ziel verfolgt. Der Assistent beantwortet Fragen, sucht und empfiehlt, den nächsten Schritt entscheidet ein Mensch. Der Agent plant die Teilschritte selbst, wählt die Werkzeuge und bestellt im Rahmen der Berechtigungen, die ihm jemand eingeräumt hat. Die Grenze ist fließend, weil Assistenten zunehmend Agentenfunktionen bekommen. Für Empfehlungen genügen lesbare Merkmale und aktuelle Listenpreise, für Bestellungen braucht ein Agent zusätzlich Kundenkonto, Kundenpreis und eine Auftragsschnittstelle im ERP.
Nein, bisher nur in Ansätzen. KI-Assistenten wie ChatGPT, Gemini oder Copilot suchen und vergleichen Produkte, gekauft wird in der Regel weiter im Shop des Anbieters. OpenAI hat den Kauf direkt im Chat im März 2026 wieder eingestellt, und die erste Zahlung durch einen KI-Agenten in Deutschland lief im Mai 2026 als Pilot bei Mastercard. Warten lohnt sich trotzdem nicht, denn die Produktdaten, die ein Agent heute für Empfehlungen liest, braucht er später auch für Bestellungen.
Hersteller sind meist die Quelle der technischen Merkmale. Händler übernehmen sie und ergänzen Preise, Verfügbarkeit und Lieferbedingungen. Fehlt ein Merkmal beim Hersteller, fehlt es deshalb in der Regel auch beim Agenten. Hersteller sollten strukturiert und mehrsprachig liefern, etwa nach ETIM oder ECLASS, und Händler brauchen einen geregelten Weg, diese Daten ins eigene PIM-System zu übernehmen.
Suchmaschinenoptimierung sorgt dafür, dass Menschen eine Produktseite finden. Bei Agentic Commerce liest ein Agent die Daten, vergleicht und handelt, unter Umständen ohne dass ein Mensch die Seite aufruft. Die Grundlage ist trotzdem weitgehend dieselbe, denn strukturierte Merkmale, saubere Varianten und vollständige Übersetzungen helfen in beiden Fällen.