Mann mit Handy in der Hand sitzt vor einem Laptop Mobile Commerce

Steffi Greuel 6 Minuten

7 Gründe, warum eine mobile App für Ihre E-Commerce-Strategie sinnvoll ist

Der überwältigende Teil der Online-Transaktionen findet mittlerweile über mobile Commerce statt. Das ist wenig verwunderlich: Laut statista.de besaßen im Jahr 2019 82 Prozent der Personen über 14 Jahren ein Smartphone. Verbraucher sind über mobile Endgeräte permanent mit dem Internet verbunden. Daher ist der Desktop für die meisten von ihnen obsolet – auch beim Einkauf im World Wide Web. In diesem Beitrag klären wir neben diesem noch weitere Gründe, warum eine mobile App eine überaus sinnvolle Ergänzung für Ihren Onlineshop ist.

Person benutzt ein Handy
#1

Mobile Commerce ist ein anhaltender Trend

Diesen Punkt haben wir eingangs schon erwähnt: Der mobile Trend beim Onlineshopping setzt sich fort. Dass sich daran etwas ändert, ist nicht abzusehen. Im Gegenteil. Statistiken gehen davon aus, dass bereits 2022 mehr als 72 Prozent aller Onlinetransaktionen über mobile Geräte stattfinden werden. Das liegt vor allem am Komfort gegenüber dem Desktop: Ehe der PC gestartet und hochgefahren ist, ist der mobile Einkauf womöglich längst realisiert. Zumindest wenn die Kunden bereits wissen, wonach sie suchen. Auch bei der Produktsuche ist das Smartphone bereits jetzt das dominierende Medium, denn Kunden greifen von überall auf das Internet zu, egal ob von unterwegs, während der Mittagspause im Büro oder vom heimischen Sofa aus.

#2

Konsumenten bevorzugen mobile Apps gegenüber Responsive Designs

Dass Smartphones andere Gerätekategorien beim Onlineshopping ablösen dürfte unstrittig sein. Es stellt sich jedoch die berechtigte Frage, ob und warum sich eine mobile App für Shop-Betreiber auszahlt oder ob ein Responsive Design den Ansprüchen der Kunden nicht ebenso genügt. Fakt ist, eines von beidem ist auf jeden Fall notwendig: Laut einer Umfrage sind 85 Prozent der Befragten der Ansicht, die mobile Version einer Website sollte gleich oder sogar besser aussehen als deren Desktop-Version (Quelle: sweor.com). Dass die Kunden nach einer schlechten Nutzererfahrung zurückkehren, ist demnach nicht zu erwarten, was einen mobile-freundlichen Onlineshop unabdingbar macht. Hier trennt sich jedoch die Spreu vom Weizen, denn für eine optimale Nutzererfahrung sind vor allem eine einfache Bedienung und möglichst geringe Ladezeiten von Nöten. Beides lässt sich mit einem responsiven Design häufig nicht erreichen, da dies „nur“ Desktop-Inhalte für mobile Endgeräte abbildet. Mobile Apps hingegen wurden konkret für die Anwendung mit Smartphones entwickelt und dahingehend optimiert. Das Resultat ist in der Regel eine wesentlich bessere Performance.

#3

Mobile Apps bieten Wettbewerbsvorteile

Die bessere Performance von mobile Apps gegenüber responsiven Designs bietet die Basis für unseren dritten Punkt in dieser Liste, denn aus ihr lassen sich deutliche Wettbewerbsvorteile generieren. Kunden honorieren eine hohe Ladegeschwindigkeit und eine nutzerfreundliche Umgebung mit deutlich geringeren Absprungraten und einer höheren conversion rate. Letztere ist liegt mit mobile Apps im Schnitt 130 Prozent höher, darüber hinaus schauen potenzielle Kunden auch 286 Prozent mehr Seiten pro Sitzung an. (Quelle: buildfire.com) Hieraus ergibt sich ein großes Cross-Selling-Potenzial, das nicht nur die Anzahl der Verkäufe, sondern auch den durchschnittlichen Warenwert der Bestellungen erhöht.

#4

Ein mobiler Kanal ermöglicht ein personalisiertes Einkaufserlebnis

63 Prozent der Kunden wünschen sich ein personalisiertes Einkaufserlebnis (Quelle: buildfire.com). Mit einer mobilen App lässt sich dieser Wunsch wesentlich leichter realisieren, da sich z.B. Suchhistorien und Bestellungen einfacher tracken lassen. Zwar ist dies auch auf mobilen Webseiten grundsätzlich auch möglich, das Tracking setzt allerdings einen Login des Nutzers voraus. Informationen über das Nutzerverhalten lassen sich zum Beispiel für personalisierte Push-Nachrichten innerhalb des Onlineshops einsetzen. Je genauer sie den Wünschen der jeweiligen Zielgruppe entsprechen, desto höher ist auch das Engagement der Kunden, was wiederum essenziell für den Erfolg dieser und anderer Marketing-Instrumente ist.

#5

Mobile Apps senken Warenkorbabbrüche

Warenkorbabbrüche sind eine der entscheidendsten KPIs im E-Commerce – und eine der frustrierendsten. Immerhin sind Kunden, die bereits Produkte in ihren Warenkorb gelegt haben, nur noch wenige Klicks von einer Bestellung entfernt. Umso ärgerlicher, wenn eine conversion letztlich doch nicht zustande kommt. Neben monetären Ursachen, beispielsweise Versandkosten, sind Gründe der Nutzerfreundlichkeit ebenfalls für Warenkorbabbrüche verantwortlich. Hier minimieren mobile Apps das Absprungrisiko, beispielsweise indem bereits eingetippte Informationen in den Einstellungen der App gespeichert werden. Andere Features, etwa der Kunden-Login und/oder die Bestellbestätigung mittels Fingerabdruck erhöhen den Komfort noch weiter. Darüber hinaus ermöglichen Apps auch eine sehr leichte Integration alternativer, auf mobile Geräte zugeschnittene Bezahlmethoden, beispielsweise Google Pay und Apple Pay.

#6

Der Kundensupport wird verbessert

Ein guter Kundensupport ist insbesondere für den Aufbau von Bestandskunden ein wichtiger Eckpfeiler. Mobile Apps erschließen auch hier neue Möglichkeiten, beispielsweise die Integration von Live-Chats, Chatbots oder die Möglichkeit von Videochats. Ferner ließe sich auch das Live-Tracking von Bestellungen implementieren. Zwar bestünde diese Option grundsätzlich auch für responsive Webseiten, das Live-Tracking ist jedoch ein Ressourcen-intensives Prozedere, das sich nicht ohne Performance-Einbußen in die mobile Ansicht integrieren lässt.

#7

Das Remarketing wird vereinfacht

Neukunden zu gewinnen ist, aufgrund hoher Aufwendungen im Bereich Marketing, im Normalfall wesentlich teurer als Bestandskunden erneut zum Kauf zu animieren. Einmal vom Nutzer installiert, vereinfachen mobile Apps das Remarketing erheblich. Der Grund dafür liegt gewissermaßen in der Natur der Sache, denn Kunden laden die mobile App eines Shops oft schon mit der Intension herunter, erneut im jeweiligen Shop einzukaufen. Statistisch gesehen führt mehr als ein Drittel aller App-Nutzer 11 oder mehr Besuche nach dem App-Download durch (Quelle: buildfire.com). Selbst wenn dem nicht so sein sollte, können über die App Benachrichtigungen gestreut werden, um frühere Kunden zu reaktivieren. Da die Masse der Smartphone-Nutzer ihr Gerät immer eingeschaltet hat, ist dieses Verfahren für gewöhnlich effektiver als beispielsweise E-Mail-Marketing über Newsletter.

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